Sicherheit und Schutz verbessern
Die Internationale Energieagentur berichtet, dass Satelliten im Jahr 2023 weltweit mehr als 5 Millionen Tonnen Methan-Emissionen von fossilen Brennstoffen aufgrund von großen Lecks festgestellt haben. Katastrophale Vorfälle wie von defekten Pipelines verursachte Gaslecks und Ölteppiche, machen deutlich, wie wichtig ROSENs Arbeit und ein solides Integritätsmanagement durch Pipeline-BetreiberInnen sind. Die Wartung, Reinigung und Inspektion dieser kritischen Infrastruktur ist jedoch nicht immer einfach. Ein Zusammentreffen bestimmter Umstände, zum Beispiel bezüglich der Konstruktion der Leitung, der Betriebsbedingungen und/oder Produkteigenschaften, kann Inline-Inspektionen mit herkömmlichen Methoden erschweren. ROSEN hat sich als Experte für besonders komplexe Aufgaben einen Namen gemacht.
Koexistenz von Technik und Natur
Aufgrund des steigenden Energiebedarfs und der alternden Infrastruktur sind die technischen Herausforderungen der Vergangenheit auch heute noch aktuell, und sie werden auch in Zukunft relevant bleiben. Wenn Pipelines nicht mit Standardmethoden bzw. -geräten inspiziert werden können, sind maßgeschneiderte Lösungen gefragt. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn ein Leitungssystem nicht in Betrieb ist, sehr enge Kurven oder extrem niedrige Durchfluss- oder Druckraten aufweist, die für den Einsatz konventioneller Inline-Inspektionsgeräte nicht ausreichen, oder ein Medium transportiert, das eine Herausforderung darstellt. Pipelines, die H2 oder Ammoniak transportieren, sind ebenso anspruchsvoll wie die Inspektion einer Pipeline, die Bitumen bei 150 °C transportiert. ROSEN wurde beispielsweise von einem kanadischen Betreiber beauftragt, eine Pipeline zu inspizieren, deren Durchmesser auf einer Strecke von 300 Metern von 8 auf 6 Zoll abnimmt. Aufgrund dieser Gegebenheiten war die Pipeline noch nie vollständig inspiziert worden, und dem Betreiber lagen nur sehr wenige Daten über ihren Zustand vor. Es schien keine Lösung zu geben, bei der es sich vermeiden ließ, einen Abschnitt unter einem Fluss hindurch auszugraben, was natürlich mit erheblichen Auswirkungen auf das örtliche Ökosystem und hohen Kosten verbunden gewesen wäre.
Die ROSEN Niederlassung in Kanada entwickelte ein neues Antriebssystem für ein InlineInspektionsgerät, um beide Abschnitte der Pipeline (mit 8 und 6 Zoll Durchmesser) untersuchen zu können. „Wir haben einen Plan entwickelt, um die Inspektion durchzuführen, ohne die Flora und Fauna entlang des Flussufers übermäßig zu stören“, sagt Zachary Farrell, Principal Project Manager bei ROSEN Canada. Das war besonders wichtig, da die Pipeline durch indigenes Land verläuft. ROSEN Canada arbeitete mit dem örtlichen indigenen Verband zusammen, um die Beeinträchtigung der Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Datensätze aus den Messungen der verschiedenen Abschnitte wurden anhand äquivalenter Schweißnähte verglichen. So konnten die Daten auf die gleiche Weise analysiert werden, wie Daten zu einer Pipeline mit gleichmäßigem Durchmesser. Der vollständige Bericht über den Abschnitt wurde dem Kunden sieben Tage nach der Inspektion zugestellt. Dank der umfassenden Datenanalyse konnte die Anlage nicht nur abgesichert werden, es wurden auch Risiken aufgrund unbekannter Integritätsmängel gesenkt, während die Umweltauswirkungen der Inspektion selbst minimiert werden konnten.