ROSEN erweitert das Dienstleistungsportfolio für RoCorr MFL-A um die Spezifikationen für MFL-A Plus

Die verbesserte Auflösung von Merkmalen der Korrosion sowie die einheitlichere Klassifizierung bei unveränderter Inspektionsleistung stellen wesentliche Verbesserungen dar

Die ROSEN Gruppe hat ihr RoCorr MFL-A-Serviceportfolio um MFL-A Plus erweitert. Anlass waren Rückmeldungen von Pipeline-Betreibern, die sich bei Routineinspektionen eine noch konsistentere Klassifizierung und Dokumentation punktförmiger Korrosionsanzeigen gewünscht haben.

Die Erweiterung baut auf den bestehenden MFL-A-Inspektionsdienstleistungen (Magnetic Flux Leakage – Axial) von ROSEN auf und ermöglicht eine konsistentere Charakterisierung von korrosionsbedingtem Metallverlust, ohne Änderungen an den Inspektionsanforderungen, der Toolkonfiguration oder der operativen Durchführung.

Während sich viele technologische Weiterentwicklungen auf Sensorik oder Datenerfassung konzentrieren, setzt MFL-A Plus bei der Datenauswertung an. Das Inspektionsprinzip bleibt unverändert: Die Rohrwand wird magnetisiert und lokale Störungen des Magnetfelds, die durch Metallverlust entstehen, werden erfasst und aufgezeichnet.

MFL-A Plus nutzt denselben Datensatz wie die Standard-MFL-A-Inspektion, wendet jedoch einen erweiterten Analyse-Workflow an. Grundlage sind Modelle, die mit laservermessenen Korrosionsmerkmalen trainiert wurden und eine Klassifizierung anhand bereits bekannter Schadensgeometrien ermöglichen.

Dadurch werden Schwankungen reduziert, die durch manuelle Interpretationen entstehen können. Gleichzeitig verbessert sich die Konsistenz bei der Bewertung kleinerer Metallverlustanzeigen, deren Erkennung und präzise Größenbestimmung bislang besondere Herausforderungen darstellten.

Close up of MFL-A Technology.Die MFL-A-Technologie im Detail

Im Vergleich zur Standardauswertung von MFL-A-Daten bietet MFL-A Plus:

  • eine konsistentere Klassifizierung verschiedener Schadensformen,
  • eine verbesserte Identifizierung kleiner Korrosionsgeometrien,
  • eine systematische Berichterstattung über sämtliche in den Spezifikationen des Pipeline Operators Forum (POF) definierten Anomaliekategorien, einschließlich Lochkorrosion (pitting corrosion) und axial verlaufender Schlitzkorrosion.

„Die Weiterentwicklung der MFL-A-Datenauswertung basiert auf konkretem Feedback von Pipeline-Betreibern, die Verbesserungen bei der Klassifizierung und Berichterstattung von Lochkorrosion gefordert haben“, sagt Johannes Spille, Head of Market & Service Line Strategy – Metal Loss & Deformation bei ROSEN. „Mit MFL-A Plus können Betreiber kritische Lochkorrosionsstellen zuverlässiger identifizieren, ohne den Inspektionsprozess selbst verändern zu müssen.“

Der verfeinerte Analyse-Workflow sorgt für ein vollständigeres Bild der Korrosionsverteilung innerhalb des Inspektionsdatensatzes, indem Unterschiede in der Klassifizierung und Berichterstattung reduziert werden. Dadurch entsteht eine belastbarere Grundlage für Integritätsbewertungen – insbesondere bei komplexen Korrosionsmustern oder einer hohen Dichte von Schadstellen.

Aus operativer Sicht ist RoCorr MFL-A Plus vollständig mit der bestehenden MFL-A-Toolflotte von ROSEN kompatibel. Änderungen an Inspektionsverfahren, Gerätebereitstellung oder Einsatzstrategien sind nicht erforderlich.

Dadurch lässt sich die erweiterte Auswertung problemlos in bestehende Inspektionsprogramme integrieren, einschließlich kombinierter Tool-Runs. Planungsannahmen und operative Abläufe bleiben unverändert. Die Ergebnisse können bei Bedarf nahtlos in bestehende Reporting-Prozesse eingebunden werden.

Innerhalb des ROSEN-Portfolios für Korrosionsinspektionen positioniert sich RoCorr MFL-A Plus zwischen RoCorr MFL-A und RoCorr MFL-A Ultra, das eine ultrahochauflösende Charakterisierung von Korrosionsmerkmalen ermöglicht. Betreiber können damit den für ihre Anwendung optimalen Detaillierungsgrad auswählen, abhängig von Korrosionsbild, Schadenskomplexität und Kritikalität der Pipeline.

Der Service befindet sich seit 2023 im kommerziellen Einsatz. Nach der Einführung auf dem kanadischen Markt wurde MFL-A Plus schrittweise in Nordamerika sowie ausgewählten Regionen Asiens ausgerollt. Bis heute wurden mehr als 150 Inspektionsprojekte mit der MFL-A-Plus-Methodik erfolgreich durchgeführt – in unterschiedlichsten Pipeline-Konfigurationen und unter verschiedensten Betriebsbedingungen.

Über die ROSEN Group

Die ROSEN Gruppe ist ein weltweit führender, datengestützer Anbieter von innovativen Lösungen in allen Bereichen der Integritätsprozesskette. Seit den Anfängen als Ein-Mann-Betrieb im Jahr 1981 ist ROSEN rasant gewachsen und ist heute eine in mehr als 110 Ländern operierende Technologiegruppe mit über 4.000 hochqualifizierten MitarbeiterInnen.

Der Leistungsumfang der ROSEN Gruppe:

  • Inspektion kritischer Industrieanlagen zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit, des zuverlässigen Betriebs auf höchstem Niveau und der Effektivität
  • Individuelles Engineering, das effizientes Anlagen-Integritätsmanagement ermöglicht
  • Erkenntnisse aus einzigartigen und umfangreichen Datenbeständen in Kombination mit fortschrittlichem maschinellen Lernen
  • Produktion und Vertrieb mit neuartigen Produkten und Systemen
  • Marktorientierte, aktuelle Forschung und Entwicklung nach dem neuesten Stand der Technik, die Produkte und Dienstleistungen mit "Mehrwert" bietet
Portrait of Jörn Wunderlich, ROSEN Group

Jörn Wunderlich

Head of Communications

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