Mit zunehmendem Alter der Assets steigt der Bedarf an Integrity Solutions stark an; vorgelagerte Erdgas-Assets bilden in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Die Herausforderung bei der Inspektion dieser Art von Pipelines besteht jedoch darin, dass sie meist mit niedrigeren Drücken betrieben werden, was eine konventionelle Inline-Inspektion (ILI) erschwert. Daher ist die am häufigsten gestellte Frage, die wir von Kunden aus dem vorgelagerten Sammelsektor erhalten, „Wie niedrig kann der Druck sein?“. Die Antwort auf diese Frage hängt hauptsächlich von Parametern wie der Anzahl der Armaturen und Bögen in der Pipeline sowie der tatsächlichen Größe der Pipeline ab. In der Regel hat die zu inspizierende Leitung einen Durchmesser von 8“ oder weniger.
Kompakte, für niedrigen Druck geeignete Tools
Wenn es bei normaler Produktion nicht möglich ist, den Druck in einer Pipeline zu erhöhen, ist es gängige Praxis – wenn auch oft zu hohen Kosten verbunden –, zusätzliches Erdgas oder Stickstoff hinzuzufügen. Dies hat zu einem Bedarf an konventionellen Inline-Inspektions-Tools mit konformeren Spezifikationen geführt. Unsere Lösung besteht aus einem Satz kompakter, für niedrigen Druck geeigneter Tools, die einen Leitungsdruck von bis zu 1.800 Kilopascal (kPa) bewältigen können. Der Upstream Diagnostics Service von ROSEN ist eine neue Lösung für eine wachsende Herausforderung und eignet sich für Pipelines mit einem Durchmesser von 6„ bis 20“.
Die Herausforderung annehmen
In diesem Artikel geht es um anspruchsvolle 6„- bis 8“-Erdgasleitungen mit einem Standardbetriebsdruck von 2.500 kPa oder weniger. Die Leitungen sind maximal 25 km lang und weisen häufig mehrere Bereiche mit starker Wandstärke und Bögen mit engem Radius auf. Unsere Experten haben mehrere Inspektionen durchgeführt, bei denen der Druck mit zusätzlichem Gas erhöht oder die Pipeline in Abschnitte unterteilt und mit einem bidirektionalen Tool befestigt wurde. Der Einsatz von standardmäßigen, frei schwimmenden Tools während der Inspektion hat jedoch aufgrund der Betriebsbedingungen der Pipeline zu einer zu hohen Geschwindigkeit oder zum Feststecken der Tools geführt. Bei den meisten der mit 2.500 kPa oder weniger inspizierten Pipelines hat der Leitungsdruck Auswirkungen auf die Geschwindigkeit, wenn das Tool durch Bögen mit engen Radien (3,0D oder weniger) geführt wird. Der Kopfdruck in der Pipeline reicht nicht aus, um als Bremse für das Inline-Inspektions-Tool zu fungieren, was zu einem Verlust an verwertbaren Daten führt. Das Standard-MFL-A-Tool muss mit maximal 5,0 m/s betrieben werden, wobei ein idealer Bereich von weniger als 3,0 m/s gilt.
Technologien kombinieren
Unser Ansatz umfasste konventionelle MFL-A-, Messschieber- und XYZ-Technologien (hochauflösende Kartierung), die in einem kleineren und kompakteren Formfaktor mit geringerem Gewicht und hoher Compliance integriert wurden. Die Technik, MFL-A/MD- und XYZ-Technologien in einem Tool zu kombinieren, wird seit einigen Jahren in einer Anwendung mit schneller Durchlaufzeit, robustem Design und kleinem Formfaktor eingesetzt. In Verbindung mit der Widerstandsfähigkeit gegen Schwefelwasserstoff und wiederaufladbaren Batterien sind die kombinierten Tools ideal für diese Umgebung geeignet.